Rasse:
Paron Russel Terrier
Geschlecht:
männlich
Kastriert:
nein
Geboren:
01. Juli 2014
Gestorben:
22. Januar 2015

Elmo ist am 13. Dezember 2014 bei uns eingezogen, da er wegen Erkrankung seines Halters nicht bei diesem bleiben konnte. Er ist ein kleiner, verschmuster Sonnenschein, der sich super mit Hunden, Katzen, Erwachsenen und Kindern versteht. Bei uns wohnt er mit Lanzelot und Toni in einem Zimmer, die sich r├╝hrend um ihn k├╝mmern.

Geboren wurde Elmo auf einem Bauernhof bei Eggenfelden, als Letztgeborener des Wurfes. Viel zu fr├╝h wurde er von seiner Mutter im Alter von nur vier Wochen getrennt und in eine Familie vermittelt. Der Kleine war immer bei den Leuten, durfte mit zur Arbeit, wo er allerdings nicht zur Ruhe kam und man sich auch nicht ausreichend um ihn k├╝mmern konnte. Deshalb ist Elmo noch nicht stubenrein und mag das Mitfahren im Auto auch nicht so gern. Im Fu├čraum des Beifahrersitzes geht es, obgleich Begeisterung anders aussieht.

Wir suchen f├╝r Elmo ein liebevolles Zuhause, gern auch bei anderen Tieren, wo er wirklich ankommen darf. Wer den liebenswerten kleinen R├╝den kennenlernen m├Âchte, wendet sich bitte an uns.

       

22. Januar 2015

Seit einigen Tagen ging es Elmo immer schlechter, nachts wusste er manchmal kaum, wie er sich hinlegen sollte, so starke Schmerzen hatte er. In seiner letzten Nacht war Michi mehrere Stunden bei ihm und sagte, seine Augen seien so unendlich traurig gewesen. Wir alle hatten das Gef├╝hl, dass er gehen wollte.

Wir sprachen mit unserer Tier├Ąrztin, die Elmo von Anfang an betreut hatte und auch sie empfahl schweren Herzens und nach langem Abw├Ągen der Situation die Einschl├Ąferung. Es waren einfach zu viele Organe betroffen, Elmo h├Ątte mind. zwei gro├če Operationen vor sich gehabt, deren Ausgang mehr als fraglich gewesen w├Ąre, weil schon unklar war, ob er ├╝berhaupt die Narkose und anschlie├čende Medikamentengabe ├╝berleben w├╝rde. Schon eine ganz normale Impfung hatte er auf Grund seines Leberschadens nur knapp ├╝berlebt… Ein l├Ąngerer station├Ąrer Klinikaufenthalt, Operationen, Schmerzen und Einsamkeit mit nur wenig Hoffnung auf eine Besserung seines Zustandes und null Hoffnung auf Gesundung ÔÇô das wollten wir dem lieben kleinen Kerl nicht zumuten.

Drei Tierkommunikatorinnen nahmen Kontakt mit Elmo auf, die alle unabh├Ąngig voneinander sagten, dass er diesen kranken K├Ârper gern verlassen w├╝rde, dass sein Tod nur das Ende von Schmerz und Leid bedeuten w├╝rde und er dann endlich in die Leichtigkeit und das Licht gehen k├Ânnte.

Also haben wir uns am 21. Januar entschlossen, ihn gehen zu lassen. Um 14.00 Uhr kam unsere Tier├Ąrztin, um Elmo ├╝ber die Regenbogenbr├╝cke zu schicken. Michi, Silja, Sebastian, Merit, Alwine (die ihn zu uns gebracht hatte) und ich waren bei ihm ÔÇô und Elmo lief regelrecht fr├Âhlich von einem zum anderen und verteilte K├╝sschen. Die Situation war so ÔÇ×strangeÔÇť, dass wir noch einmal ├╝berlegten, ob es wirklich an der Zeit sei, ihn einzuschl├Ąfern, oder ob wir vielleicht noch ein paar Tage warten sollten…? Da schickte Elmo mir ein Bild, wo er beerdigt werden wollte, ein ganz besonderer Ort unserer Familie, an dem auch Chenook, Bonnie, Elsa, Rosie und Franny beerdigt sind. Ich war erstaunt ├╝ber seinen Wunsch, denn er kannte unsere Familie ja gar nicht und auch ich hatte nur wenig Kontakt zu ihm im TierHeim gehabt. Trotzdem versprach ich ihm, dass er dort liegen w├╝rde und da wurde Elmo ganz ruhig. Seine vorherige Aufgedrehtheit kam uns wie ein fr├Âhliches Abschied nehmen vor. Wie auch immer… wir hatten alle das Gef├╝hl, das Richtige zu tun und so hat ihn unsere Tier├Ąrztin um 14.26 Uhr eingeschl├Ąfert. Elmo lag auf Merit`s Scho├č und ist ganz friedlich eingeschlafen ÔÇô und dann passierte etwas Besonderes: Chenook zeigte sich. Er machte sich auf den Weg, um Elmo abzuholen. Ich wei├č nicht, welche besondere Beziehung es zwischen den beiden gibt, aber es war vollkommen klar, dass der gro├če Chenook den kleinen Elmo abholte. Er sagte l├Ąchelnd zu mir: ÔÇ×Er h├Ątte auch ÔÇ×Little Big ManÔÇť hei├čen k├Ânnen statt Elmo. Ich musste weinen, teilweise vor Erleichterung, offensichtlich das Richtige getan zu haben, teilweise weil ich so froh war, dass Elmo von Chenook abgeholt wurde und somit nicht allein war – und vor allem, weil mir wieder bewusst wurde, wie stark ich noch immer und f├╝r immer mit Chenook verbunden bin.

Doch es sollte noch mehr passieren, Elmo`s Geschichte war noch nicht zu Ende. Am Nachmittag des 22. Januar hob Lothar sein Grab aus, genau da, wo wir es ihm versprochen hatten. Es war am Nachmittag, wir legten seinen kleinen K├Ârper in das Erdloch und lie├čen es zun├Ąchst noch offen, um ihn am Abend in aller Ruhe und mit der n├Âtigen Zeit, wirklich Abschied zu nehmen, zu beerdigen. Michi, Lothar und ich trafen uns am 20.00 Uhr, tranken zuerst noch einen Tee in unserer K├╝che und gingen dann zum Grab. Meine Hunde begleiteten uns und w├Ąhrend alle anderen ├╝ber die Wiese tollten, kam Winnetou mit zum Grab und schaute schn├╝ffelnd und konzentriert hinein. Dann passierte es Unglaubliches, das niemand von uns bisher mit einem Hund erlebt hatte: Winnetou fing an, Elmo zu beerdigen! Er schubste mit der Schnauze die Erde von mehreren Seiten in das Grab und h├Ârte nicht eher auf damit, bis Elmo`s kleiner K├Ârper vollst├Ąndig mit Erde bedeckt war. Dann trat er einen Schritt zur├╝ck an meine Seite und schaute mich an. Wir waren alle gebannt von dem, was das gerade passiert war, hatten G├Ąnsehaut, waren den Tr├Ąnen nahe. Ich streichelte Winnetou, redete ihm gut zu und schlie├člich schaufelten Lothar, Michi und ich die restliche Erde ins Grab, bis es wirklich zu war. Es war eine ganz besondere Situation, unbeschreiblich…

Elmo hat in seinem kurzen Leben viele Menschen auf ganz unterschiedliche Art und Weise sehr ber├╝hrt und zum Nachdenken gebracht. Er wollte bei uns beerdigt werden, wurde von Chenook auf die andere Seite begleitet und von Winnetou beerdigt. Auch f├╝r mich hatte er eine besondere Botschaft. Achtsam zu sein. Noch viel achtsamer als bisher f├╝r die Zeichen um uns herum. Seinen Namen Little Big Man tr├Ągt er zu recht. Wir werden ihn nie vergessen