Mogli ist am 09. Dezember 2018 bei uns eingezogen. Bis dahin lebte er bei einer Familie mit zwei Kindern, die ihn als Welpen adoptiert hatten. Aufgrund diverser Erziehungsfehler entwickelte er sich aber so, dass er sich in bestimmten Situationen nicht gern anfassen ließ und dann abschnappte. Die Familie bekam zusätzlich leider auch noch Tipps von Trainern, die die Situation verschimmerten und sahen sich schließlich nicht mehr in der Lage, ihn zu behalten, denn Mogli hatte jegliches Vertrauen zu ihnen verloren und glaubte, sich durch Knurren, Fletschen und Beißen gegen ihre grobe Behandlung wehren zu müssen.

Mogli hört super gut auf Kommandos, kann auf Spaziergängen auch gut ohne Leine laufen, fährt problemlos im Auto mit, ist sehr gut verträglich mit Artgenossen und kann auch mal alleine bleiben.

Gegenüber Fremden ist er zunächst misstrauisch und warnt massiv, wenn er Angst bekommt. Hat er aber Vertrauen gefaßt, verschenkt er sein Hundeherz total und kuschelt für sein Leben gern. Aufgrund der erwähnten Erziehungsfehler verteidigt er sein Futter gegenüber Menschen und Artgenossen und sollte deshalb seperat gefüttert und dabei in Ruhe gelassen werden. Dann gibt es keinerlei Probleme.

 

Leider stellte sich im Laufe seines Aufenthalts bei uns heraus, dass er Diabetes insibitus und eine Niereninsuffizienz hat. Beides wird mit Medikamenten behandelt. Wir suchen für Mogli hundeerfahrene Menschen, die erkennen, was für ein toller Hund er ist und ihm ein Zuhause schenken möchten. Wenn Sie Mogli kennenlernen möchten, rufen Sie uns bitte an.

Hier ein paar Fotos, die im April 2020 entstanden sind:

Diese schönen Bilder von Mogli mit seinem Kumpel Paddy sind im August 2020 entstanden:

 

Am 07. Dezember 2020 ist Mogli gestorben. 10 Tage lang kämpfte er gegen eine Pankreatitis an, dann kam auch noch ein akutes Nierenversagen dazu und so blieb nur die traurige Entscheidung, ihn nicht mehr aus der Narkose, die er für weitere Untersuchungen bekommen hatte, aufwachen zu lassen, um ihm weitere Leiden zu ersparen. Er hatte so sehr gekämpft – wir alle waren traurig und fassungslos, dass er diesen Kampf verloren hat. Michi und Conny kamen mit ihm ins TierHeim, wo wir ihn zuerst in sein Zimmer legten, damit sein Freund Paddy von ihm Abschied nehmen konnte. Wir hatten das Gefühl, der wußte schon bei der Abfahrt in die Klinik, dass er seinen Freund verlieren würde. Er legte sich ganz ruhig neben Mogli, schaute ihn an, blieb knapp 10 Minuten so und stand dann auf und legte sich an eine andere Stelle im Zimmer. Dann brachten wir Mogli in einen anderen Raum, wo wir ihn aufbahrten und Kerzen um ihn herum stellten. Außerdem schmückten wir sein Totenlager mit Erde von einem Maulwurfshügel, weil er in denen so gerne gegraben hat; etwas Schilf, weil er in dem so gern herumgestromert ist und Stöcken, die er so gerne herumtrug. Unser Trost ist, dass er auf der anderen Seite des Regenbogens keine Schmerzen mehr hat und es ihm dort sicher gut geht. Wir werden ihn immer in liebevoller Erinnerung behalten.

 

Mit ihm fing alles an. Siddhartha war das erste Pferd, das zu uns kam. Er stand bei einem Pferdehändler und wurde dort von Clarissa entdeckt. Die hatte zu diesem Zeitpunkt noch große Angst vor Pferden, aber dennoch spürte sie, dass Siddhartha und sie zusammen gehörten – immer schon und für den Rest aller Zeit. So kaufte sie ihn frei und versuchte mit Hilfe von Pferdetrainern etwas über ihn und Pferde im Allgemeinen zu lernen. Das klappte aber nicht, denn innerhalb von nur einer Woche ließ sie fünf Trainer kommen, die sie alle nach wenigen Minuten wieder nach Hause schickte, weil sie keine Lust hatte, sich völlig veraltete Dominanztheorien über das Sozialleben von Pferden und das Verhältnis zwischen Mensch und Pferd anzuhören. Auch der raue Umgangston gegenüber den sensiblen Tieren gefiel ihr nicht und so stand sie schließlich ziemlich ratlos vor Siddhartha und wußte nicht, wie sie mit ihm umgehen sollte. Schließlich bat sie ihn, ihr möglichst viel über sich selbst und seine Pferdefreunde beizubringen – und er willigte ein, dies zu tun. Seinen Namen trägt er, weil er einmal zu ihr sagte: „Lass alle Lehrer hinter Dir und finde unsere eigene Wahrheit. Wer wirkliche Weisheit erlangen will, findet sie nur in sich selbst.“

Isabella haben wir im Alter von acht Jahren mit schwerer chronischer Hufrehe von einem Händler freigekauft. Aufgrund ihrer Erkrankung konnte sie kaum laufen, selbst beim Stehen müssen die Schmerzen schier unerträglich gewesen sein. Nach einer aufwändigen Behandlung geht es ihr jetzt aber gut.

Sie ist sehr verschmust und aufmerksam, beobachtet immer alles ganz genau und liebt Zirkusmusik! Als einmal ein Wanderzirkus in der Nähe unseres Stalls seine Zelte aufschlug und die Musik aus der Manege zu uns herüber schallte, sauste sie ganz aufgeregt zum Zaun, spitzte die Ohren und lief mit den Vorderbeinen auf der Stelle, während sie ihren Kopf wild herumwirbelte. Wir vermuten daher, dass sie einmal ein Zirkuspony war.

Beim Schmusen krault sie liebevoll unsere Haare, ohne jemals dabei grob oder unvorsichtig zu sein. Mit den Kindern des angrenzenden Bauernhofes versteht sie sich, ebenso wie ihre Freundin Sternchen, sehr gut und besticht durch ihr freundliches und sanftes Wesen.

Im Frühjahr 2019 ist unsere liebe Isabella von der Weide ausgebüxt und mitten in eine Bauernhochzeit gelaufen. Der Fotograf hat dieses niedliche Bild von ihr mit dem Brautpaar gemacht:

Am 20. August 2019 mußten wir Isabella über die Regenbogenbrücke gehen lassen, denn sie hatte wieder einen schweren Reheschub, der trotz intensiver medizinischer Behandlung nicht wirklich besser wurde. Um ihr weitere Schmerzen zu ersparen, haben wir sie einschläfern lassen. Patricia, Michi, Elke, Carola, Lothar und ich waren in ihren letzten Stunden bei ihr, da durfte sie noch mal auf die Weide und so viel Gras fressen, wie sie wollte. Außerdem einen Apfel und das von ihr geliebte Sojaextrationsschrot. 16 Jahre hat sie uns begleitet, wir vermissen sie sehr. In unseren Herzen wird sie für immer weiter leben.

Hier noch weitere Fotos von Isabella:

 

Samu ist am 05. April 2017 bei uns eingezogen. Er lebte zunächst als Straßenhund in Griechenland, hatte aber sicher einmal ein Zuhause. Er streifte mit zwei Hundekumpels auf den Straßen herum, bis die Hunde eines Tages angefahren wurden. Samu überlebte das, wurde von Tierschützern aufgenommen und nach seiner Genesung an einer langen Laufleine auf einen Hof gebracht, der nur zeitweise bewohnt wurde.

Diese Unterbringung war nicht optimal, aber es gab keine andere Möglichkeit ihn unterzubringen und er wurde dort täglich mit Futter und Wasser versorgt.

Dann kam es zu einer tragischen Wendung in seinem Leben: Auf dem Hof wurde eingebrochen und Samu war verschwunden. Als er nach 2 Tagen gefunden wurde, hatte er verätzte Pfoten, viele Wunden am Körper und war seelisch völlig traumatisiert.

  

 

 

 

Es wurde ein Hilferuf durch das Internet geschickt, der uns erreichte und so flog ein Vorstandsmitglied nach Griechenland, um Samu zu holen, denn er befand sich wirklich in einem sehr schlimmen Zustand. Er reagierte kaum noch auf Außenreize, war geistig abgetaucht – ob wohl die Tierschützer vor Ort sich wirklich um ihn bemühten.

Schon nach wenigen Tagen bei uns besserte sich sein seelischer Zustand und auch körperlich ging es ihm immer besser. Nun suchen wir für ihn liebevolles Zuhause, in dem er endlich ankommen darf. Gern auch als Zweithund, da er sich gut mit Artgenossen versteht. Samu fährt auch gern im Auto mit, liebt es, spazieren zu gehen und kann auch mal alleine bleiben. Am 04. September 2017 kam es zu einem Vermittlungsversuch zu sehr netten und hundeerfahrenen Menschen, der aber leider nach einer Woche abgebrochen werden mußte, weil Samu den Mann der Familie attackierte. Seitdem lebt Samu wieder bei uns im TierHeim und wird täglich von unserer zweiten Vorsitzenden, Carola Ott, betreut. Sie geht mit ihm spazieren, macht Ausflüge mit ihm und kümmert sich auch um die tierärztliche Betreuung, denn die bei ihm festgestellte Babesiose macht Samu erheblich zu schaffen. Immer wieder hat er Probleme mit Niere und Leber, auch seine Schmerzmedikation muss immer wieder angepaßt werden.

Hier im TierHeim hat er in Pensionshund Xaverl einen tollen Kumpel gefunden. Xaverl ist oft hier und dann sind die beiden Rüden unzertrennlich, so richtig dicke Kumpels, die sich super verstehen und ausgelassen miteinander spielen. Aber auch wenn Xaverl daheim ist, fällt Samu allerlei Unsinn ein, wie zum Beispiel auf den Frühstückstisch zu klettern.

 

 

 

Am 10. November 2018 mußten wir Samu über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Er hatte ein akutes und heftiges Nierenversagen, jeder Behandlungsversuch wäre unsinnig und mit unnötigen Schmerzen verbunden gewesen. Wir trauern sehr um Samu und hoffen, dass es ihm dort, wo er jetzt ist, besser geht. Wir werden ihn nie vergessen. Rührend war die Reaktion der anderen Hunde. Nachdem wir Samu aufgebahrt und uns in einer kleinen Zeremonie von ihm verabschiedet hatten, kam Xaverl, um sich von seinem Freund zu verabschieden. Ganz vorsichtig schnupperte er ihn ab und winselte immer wieder. Dann stimmten die Hunde im TierHeim ein minutenlanges Heulkonzert an – ein sehr rührender, bewegender und würdevoller Abschied für Samu.

 

 

Die junge Hündin kam im Oktober 2008 verfilzt und mit Kot verschmiert über eine andere Tierschutzorganisation aus Rumänien zu uns. Sie hatte den ganzen langen Weg über einen Landtransport zurück gelegt und dann holte ihr Adoptant sie einfach nicht ab. Deshalb wurde ein Rundruf gestartet, wer sie aufnehmen und so den langen Weg zurück ersparen konnte. Natürlich haben wir angesichts ihrer Notlage zugesagt. Ihr Anblick war so schlimm, dass wir sie sofort in die Klinik fuhren und dort unter Narkose abscheren ließen: 3,2 kg (!) Filzplatten und Kot wurden von ihr herunter geholt. Stella konnte kaum laufen, weil die Platten sich so zwischen den Beinen festgewachsen hatten, dass sie die Hinterläufe kaum noch bewegen konnte. Deshalb dachten die Tierschützer vor Ort, sie sei gelähmt! Als Stella aus der Narkose aufwachte, war sie so verwirrt über das neue Körpergefühl (3,2 kg leichter, ohne Verfilzungen und Kot am Körper und wieder beweglich), dass sie eine Art Nervenzusammenbruch bekam. Sie schrie und schrie un schrie, versuchte dabei, in der Ecke des Raumes an den Fliesen hochzuklettern, bis wir sie schließlich in den Arm nahmen und festhielten, bis sie erschöpft aufhörte zu strampeln und einschlief. Diese Prozedur wiederholte sich im Laufe des ersten Tages bei uns mehrere Male.

Erst nach der Schur sahen wir, dass sie mehrere Bißverletzungen hatte, einige davon wirklich schwer. Die Wunden wurden natürlich versorgt und sind inzwischen abgeheilt – aber ihre seelischen Wunden sind es (noch) nicht. Noch immer zeigt Stella bei Überforderung eine Verhaltensstereotypie, aus der man sie aber durch Ansprache raus holen kann. Sie möchte viel kuscheln und saugt Zuneidung und Streicheleinheiten auf wie ein Schwamm. Wer sich für Stella interessiert, sollte etwas Hundeerfahrung mitbringen.

Die junge Hündin sucht ein liebevolles Zuhause bei Menschen, die sich schon etwas auskennen mit Hunden und sich wirklich auf sie einlassen.

  

Update 18. Januar 2009
So sieht Stella im Januar 2009 aus: Eine richtige Schönheit ist aus ihr geworden!

  

Update 07. März 2009
Ein glücklicher Tag für Stella, die heute in ihr neues Zuhause umzog! Eigentlich wollten wir am Abend nur die Vorkontrolle machen, aber Stella erkundete das ganze Haus von oben bis unten und legte sich dann mit einer solchen Selbstverständlichkeit auf das Sofa neben ihr Frauchen, dass wir sie gleich dort ließen, denn Stella zeigte ganz deutlich, dass sie nicht noch einmal zurück ins TierHeim wollte. Ihre neuen Halter werden morgen ins TierHeim kommen, um die Formalitäten zu erledigen. Wir wünschen Stella und ihren Menschen ein schönes Leben miteinander. Jeder Hund hat ein glückliches Leben verdient, Stella ganz besonders! 🙂

Update August 2018

Am 10. August 2018 mußten wir Stella aus ihrem bis dahin guten Zuhause wieder abholen, weil ihre Menschen aus Altersgründen nicht mehr in der Lage waren, sie gut zu versorgen. Der Mann mußte inzwischen ins Altersheim und die Frau hat eine beginnende Demenz. Schweren Herzens baten sie uns deshalb, Stella abzuholen. In den ersten Tagen trauerte Stella sehr, fraß kaum, lag nur herum. Inzwischen geht es ihr besser, sie geht gern spazieren und schaut von ihrem Zimmer aus dem Treiben im Hof zu. Wir hoffen sehr, dass wir für das alte Mädchen noch einen Platz finden, an dem sie ihren rüstigen Lebensabend verbringen darf. Dieser Wunsch hat sich leider nicht mehr erfüllt, aber Stella hat ihre große Liebe in Conny gefunden, die ehrenamtlich bei uns arbeitet. Jeden Tag schaut Conny nach ihr und geht mit ihr spazieren und dann strahlt unser altes Mädchen von einem Ohr bis zum anderen, tippelt auf den Wegen neben ihr her und ist einfach nur glücklich.

 

Update 26. September 2019

Heute mußten wir Stella über die Regenbogenbrücke gehen lassen. In den letzten Wochen und Tagen wurde sie immer schwächer, sie hatte trotz medizinisch ausgereizter Therapie Schmerzen und wollte in den letzten Tagen auch nicht mehr fressen. Es war an der Zeit für sie zu gehen. Conny war am Abend zuvor und heute in der Früh bei ihr, um sie zu begleiten und auch ihre Hundefreunde Paddy und Mogli blieben bei ihr, als sie ihre letzte Reise antrat. Wir werden Stella nie vergessen, sie war eine großartige Lehrerin über Geduld, Güte und Vergebung für uns.

 

 

Theresa ist am 23. November 2013 bei uns eingezogen, nachdem wir sie aus der ungarischen Tötungsstation Illatos retten konnten. Als sehr schüchterne, mittelgroße Hündin galt sie dort als chancenlos, saß dort seit Monaten und wäre sicher bald getötet worden. Da sich dort auch niemand mit ihr beschäftigt hat, hat sie sich immer mehr zurück gezogen. Einzig der Kontakt zur Hündin Smilla, die wir ebenfalls mitgenommen haben, hat ihr Halt gegeben.  

 

 

Seit sie bei uns ist, macht sie wirklich täglich Fortschritte und wird immer aufgeschlossener. Das Führen an der Leine kennt sie noch nicht, aber wir arbeiten daran. Theresa ist mit Artgenossen sehr gut verträglich und wohnt zur Zeit mit drei weiteren Hunden (2 weibl., 1 männl.) zusammen. Menschen gegenüber ist sie anfangs schüchtern, aber immer freundlich. Hat sie einmal etwas Vertrauen gefaßt, wird sie sehr gern gestreichelt und pfötelt sogar nach mehr, wenn man damit aufhört. Im Auto fährt sie problemlos mit, aber einsteigen kann sie (noch) nicht selbständig. Dafür kann sie gut auch für ein paar Stunden allein bleiben und ist dabei sehr brav.

Im Juli 2015 hat Theresa einen Ausflug gemacht, bei dem diese schönen Fotos entstanden sind:

     

Wir suchen für Theresa, die uns mit ihrem sanften Wesen verzaubert hat, eine Stelle bei Menschen, die ihr Zeit geben um anzukommen. Wir würden sie gern in einen Haushalt vermitteln, in dem es schon einen Hund (oder auch mehrere) gibt, da wir glauben, dass ihr das gut tut.

Von Anfang an lebt Theresa bei uns im TierHeim mit Dennis zusammen, die beiden sind eine enge Bindung zueinander eingegangen und sollten deshalb möglichst gemeinsam vermittelt werden.

Am 09. September 2019 ist Theresa völlig unerwartet an einem geplatzten Milztumor verstorben. Nachdem sie in den letzten Tagen gewohnt munter war und gern spazieren ging, brach sie am Morgen im Auslauf zusammen. Wir fuhren sofort in die Klinik mit ihr, aber dort konnte nur noch ihr Tod festgestellt werden, denn schon auf der Fahrt dorthin ist sie im Auto gestorben.

 

Wir vermissen sie und werden sie mit ihrem sanften Wesen und ihrer scheuen Freundlichkeit nie vergessen. Auch das Strahlen in ihren Augen, als sie nach so langer Zeit das Vertrauen fand, mit uns spazieren zu gehen, bleibt uns für immer in Erinnerung.

 

Dennis ist am 10. Juli 2013 bei uns eingezogen. Er stammt aus Portugal, wo er von Tierschützern aus einer Tötungsstation geholt wurde. Dennis hat sicher nicht nur Gutes im Leben gesehen, denn ihm fehlen unten die Hakenzähne und einige Schneidezähe, weshalb er beim Fressen etwas länger braucht, ansonsten aber gut zurecht kommt. Wenn er unvermittelt angefaßt wird oder erschrickt, schnappt er und selbst zu ihm bekannten Personen hat er nicht genug Vertrauen, dass er sich streicheln lässt – obwohl er das eigentlich gern möchte. Das merkt man daran, dass er sich ganz eng an einen kuschelt, wenn man bei ihm im Zimmer sitzt. Trotzdem würde er schnappen, wenn man ihn dann streicheln würde.

2016: Nach langem und einfühlsamen Training hat Dennis gelernt, sich das Brustgeschirr anziehen zu lassen, denn er geht super gern spazieren und läuft dabei prima an der Leine. Er fährt gern im Auto mit und kann auch mal alleine bleiben. Bei uns lebt er mit der Hündin Theresa zusammen, zu der er eine enge Bindung aufgebaut hat.

Wir suchen für Dennis sehr hundeerfahrene Menschen, die akzeptieren können, dass sich der Hund, mit dem sie leben, nicht (oder zumindest noch nicht) anfassen läßt. Da solche Menschen nicht leicht zu finden sind, können Sie dem kleinen Kerl auch gerne mit einer Patenschaft helfen. Wenn Sie mehr über Dennis erfahren möchten, geben wir gern Auskunft.

 

Im Mai 2019 sind diese netten Fotos vom lachenden Dennis bei uns im Hof entstanden:

Am 06. Dezember 2019 kam es zu einer Katastrophe. Als ein Mitarbeiter aus dem ersten Stock mit Momo (an der Leine) und Aika (frei laufend) die Treppe herunter kam, hatte ein anderer Dennis in den Hof gelassen, auf den sich Aika sofort stürzte. Natürlich gingen alle Umstehenden sofort dazwischen, aber Aika hatte Dennis schon so schwer verletzt, dass in der Tierklinik, in die wir sofort mit ihm fuhren, nur noch die Einschläferung blieb, um ihm weiteres, sinnloses Leiden zu ersparen, denn er hatte mehrere Fleischwunden und einen mehrfach und kompliziert gebrochen Unterkiefer. Wir alle waren geschockt und sehr traurig. Sprachlosigkeit machte sich breit. Was konnte man auch sagen? Das hätte nicht passieren dürfen…? Logisch nicht, ist es aber… und sicher von niemanden mit Absicht.

Nachdem mit dem Tierarzt die Einschläferung besprochen war, fuhr Michi in die Klinik, um bei Dennis zu sein, wenn sein Herz aufhört zu schlagen. Da er in Narkose lag, spürte er da schon keine Schmerzen mehr. Ich sagte meine Termine ab und fuhr ins TierHeim, um dort zu sein, wenn Dennis zurück gebracht wurde. Auf dem Weg dorthin dachte ich daran, beim ALDI eine Kerze zu kaufen. Es gibt dort immer einen großen Korb mit 30-40 Kerzen. Heute war in diesem Korb nur eine einzige Kerze! Sie war ziemlich groß, hatte zwei Dochte und auf ihr stand: „für immer unvergessen“. Mir lief ein Schauer über den Rücken. Als ob genau diese Kerzen für Dennis übrig geblieben war. Ich nahm sie mit und sie steht nun bei Dennis, zusammen mit dem Lichtkreis aus Teelichtern, die wir für ihn angezündet haben. Als wir von ihm Abschied nahmen fragten wir uns, ob er nun wohl seine Theresa wiedersehen würde?! Vielleicht holte sie ihn auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke ab und sie waren wieder vereint… zumindest das wäre ein tröstlicher Gedanke.

Georgie – der Hundehölle entkommen und
nach schwerer Krankheit sucht er jetzt ein liebevolles Zuhause

Georgie ist am 12. April 2013 bei uns eingezogen, nachdem er aus der berühmt-berüchtigten Tötungsstation Illatos in Ungarn gerettet wurde. Er war dort in einem Innenbereicht untergebracht, in dem es kein Tageslicht gibt und die Hunde in Boxen untergebracht sind, die kaum mehr als einen Quadratmeter groß sind. Den Großteil der Zeit verbringen die Hunde im Dunkeln, kein Korb, keine Decke, um sich wenigstens einzukuscheln, nur etwas Sägespäne, um ihre Fäkalien und den Urin besser entfernen zu können, in dem sie zwangsläufig liegen müssen. 

Jeder Hund, der in der Illatos abgegeben wird, wird am Tag der Einlieferung fotografiert und registriert. Georgie`s Foto zeigt einen stattlich schönen Hund, der erstaunt über das, was mit ihm geschehen ist, arglos in die Kamera schaut. Er wird sich gewundert haben, wo er denn da hingebracht wurde und wo seine Menschen geblieben sind. Menschen, die ihn einfach nicht mehr haben wollten. Vier Monate (!), viel länger als die meisten Hunde, überlebte Georgie unter diesen unsäglichen Bedingungen. Dann wurden wir auf den inzwischen völlig abgemagerten Rüden aufmerksam und holten ihn zu uns. Laut Tierärztin hätte er nur noch ein paar Tage überlebt, seine Rettung kam also sprichwörtlich in letzter Minute.

 

Doch leider war sein Leidensweg damit noch nicht beendet, denn kaum hatte sich Georgie bei uns etwas erholt, wurde er schwer krank: IBD (Inflammatory Bowel Disease), eine sehr schmerzhafte, chronische, entzündliche Darmerkrankung im fortgeschrittenen Stadium war die vernichtende Diagnose der Tierärztin, die nicht recht an eine Rettung glaubte, da es ihm schon sehr schlecht ging. Aber Georgie kämpfte, er wollte leben! An manchen Tagen hatte er solche Schmerzen, dass er nur noch weinend auf seiner Kuscheldecke lag, sich nicht einmal anfassen ließ. Aber selbst in seinen schwersten Stunden signalisierte Georgie einen unbändigen Überlebenswillen und deshalb machten wir weiter. Wir versorgten ihn mit Medizin und Zuwendung, schliefen sogar bei ihm im Zimmer, wenn er sich einsam fühlte und taten alles, um ihm auf seinem Weg zurück ins Leben zu helfen. Und tatsächlich hat es Georgie geschafft. Nach einer umfangreichen Behandlung und diätetischen Maßnahmen ließen die Schmerzen nach, Georgie, der wieder beinahe zum Skelett abgemagert war, nahm wieder zu und seine Augen leuchteten wieder. Nach und nach bekam sein Fell wieder Glanz, er suchte wieder die Nähe zu seinen Bezugspersonen und brachte sogar sein Spielzeug. Er wird zwar lebenslänglich eine bestimmte Diät fressen müssen, aber wenn diese eingehalten wird, wird er ein ganz normales, glückliches Hundeleben führen können.

  

Am 01. September 2014 haben wir Fotos von unserem lieben Georgie gemacht. Man kann deutlich sehen, wie gut er sich entwickelt hat und mit wie viel Lebensfreude er auf seinen Spaziergängen unterwegs ist.

    

Nun sucht Georgie ein liebevolles Zuhause, wo er all die schlimmen Erlebnisse der Vergangenheit abschließen kann. Wemm Sie diesen tapferen Rüden kennenlernen möchten, melden Sie sich bitte bei uns.

Am 21. März 2016 haben wir diese schönen Fotos von Georgie während eines Spaziergangs gemacht:

   

03. März 2019

Georgie ging es am Morgen schon gar nicht gut, er wollte sein Futter nicht anrühren, selbst von seinen Lieblingsleckerchen wollte er nichts. Auch in den Hof wollte er nicht und erst nach langem Überreden durch Karin und Robin ging er doch mit ihnen raus, um sich zu lösen. Sein Gang wankte aber und kaum hatte er sein Geshäft erledigt, legte er sich hin. Selbst als Carmen mit dem Auto vorfuhr, blieb er einfach liegen, hob nicht einmal den Kopf.  Michi kam zeitgleich aus dem Stall zurück und auch als er ihr Auto hörte, bewegte er sich nicht. Michi streichelte ihn und überprüfte dabei seine Schleimhäute, die ganz blaß waren. Gemeinsam konnten Michi und Carmen ihn dann dazu bewegen, sehr langsam in sein Zimmer zu gehen. Carmen blieb den ganzen Tag bei Georgie und leistete ihm Gesellschaft, Elke war am Vormittag lange Zeit bei ihm und natürlich waren auch Robin, Karin und Michi bei ihm, so oft es der TierHeimablauf zuließ. Selbstverständlich haben wir auch gleich unseren Tierarzt angerufen, aber der war 500 km entfernt und konnte deshalb erst am Abend da sein. In die Klinik zu einem der anderen Tierärzte konnten wir nicht mit ihm fahren, denn er ließ sich definitiv nicht hoch heben, um ihn ins Auto zu setzen – da hätte er heftig geschnappt!

Wir boten ihm immer wieder etwas zum Fressen und Wasser an, aber er wollte nichts. Er war sichtlich geschwächt und zeigte ganz deutlich, dass es Zeit ist für ihn, zu gehen. Wir mussten ihn mit dem Blasrohr in Narkose legen, da das für ihn noch am stressfreisten ist, denn eine Annäherung des Tierarzstes wäre nur mit äußerten Zwangsaßnahmen möglich gewesen und die wollten wir ihm und uns ersparen. Während er einschlief waren Carmen, Bine, Theresa, Robin, Karin und Michi bei ihm und um 21:55 machte er seinen letzten erlösenden Atemzug. Ganz friedlich ist er eingeschlafen. Alle saßen noch lange bei ihm im Zimmer und erzählten sich von den schönen und spannenden Momenten, die wir mit erleben durften.

Als er 2013 aus der Tötung in Ungarn zu uns kam, hatte er schon mit seinem Leben abgeschlossen und über Wochen ging er zwar mit raus aus in den Auslauf, aber nahm keinen Kontakt mit uns auf. Wir stellten ihm eine Couch ins Zimmer und saßen jeden Abend eine Stunde lang vor dem Einschlafen bei ihm. Dann kam er, der Moment, den man nie vergißt und für den wir so dankbar sind: Es war der Augenblick, in dem er das erste Mal ein freudiges Strahlen in den Augen hatte, als wir ihn aus dem Zimmer holten und wir merkten, dass er aus seinem Dämmerzustand der Traurigkeit unf Hoffnungslosigkeit erwachte.

Aber gerade, als er sich etwas eingelebt hatte, kam eine nächste schwierige Phase in seinem Leben, denn er bekam eine sehr heftige, chronische Darmentzündung und wir glaubten manchmal schon, er würde sie nicht überleben. Aber er kämpfte und schaffte auch diese Hürde. In den letzten Jahren blühte Georgie richtig auf, freute sich über seine Spaziergänge, liebte es zu schnüffeln, in den Wäldern zu buddeln und Mäusen hinterherzujagen. Jedes Mal, wenn ein Gassigeher, den er noch nicht kannte, mit ihm unterwegs war, zeigte er ihm, wo die schönsten Stellen im Wald zu finden sind und kam immer lachend von seinen Spaziergängen zurück. Es war richtig schön! 2018 hatte er einen leichten Schlaganfall, von dem er sich auch wieder gut erholte und kurz darauf einen zweiten, aber er kämpfte und erholte sich auch von dem wieder gut. Aber der Zahn der Zeit ist auch an ihm nicht spurlos vorüber gegangen und so hat er nun das Ende seiner Kräfte erreicht und die Reise über die Regenbogenbrücke angetreten.

Wir werden ihn vermissen und sind dankbar, dass wir ihn bei uns hatten und für die vielen glücklichen Momente, die er uns geschenkt hat.

 

 

Armani wurde in Portugal geboren und kam zusammen mit seinen Geschwistern mit einem Tierschutztransport nach Deutschland, um ihn vor dem Tod in der Gaskammer zu retten. Der junge Rüde war altersentsprechend verspielt, verkuschelt und neugierig. Trotzdem wurde er nie adoptiert und lebt deshalb immer noch bei uns, was wir überhaupt nicht verstehen können, denn er ist ein ganz lieber Kerl.

Armani ist Menschen gegenüber am Anfang zurückhaltend, hat er aber jemanden kennengelernt, taut er richtig auf und ist sehr verschmust. Er fährt gern im Auto mit, liebt lange Spaziergänge mit seiner Gefährtin Bella, läuft dabei super an der Leine und hat schon viele Kommandos gelernt. Er ist sehr gut verträglich mit Artgenossen. Da er über die Jahre eine tiefe Verbindung zu Bella aufgebaut hat, werden die beiden nur gemeinsam vermittelt.

  

Hier einige Fotos von den vielen schönen Ausflügen, die Armani mit seiner Gefährtin Bella im Laufe der Jahre bei uns gemacht hat:

 

 

Am 16. September 2019 starb Armani an den Folgen einer Vergiftung. Wir sind alle fassungslos und unendlich traurig, ebenso wie seine Gefährtin Bella, die ebenfalls etwas von dem Giftköder gefressen hatte, aber überlebte. Armani wird für immer in unseren Herzen weiter leben – und die Frage, welches kranke Gehirn es sich einfallen läßt, unschuldige und wehrlose Tiere qualvoll mit Gift zu töten, wird für immer unbeantwortet bleiben.

Die Kangalhündin Giza, geb. im Frühjahr 2005, haben wir von einem anderen Tierschutzverein übernommen, der sich mit ihrem oft schwierigem Verhalten überfordert sah. Bekannt ist, dass Giza bei einer türkischen Familie lebte, die sie als Welpe aus der Türkei mitgenommen hatten. Sie war zunächst freundlich und aufgeschlossen allen Menschen gegenüber, aber dann veränderte sie sich schlagartig und die Familie gab Giza mit Maulkorb und Stachelhalsband ab. Sie war gegenüber dem Halter so wehrhaft, dass die Ehefrau sie reinbringen musste, weil der Mann sich nicht in ihre Nähe traute. Über das Leben in dieser Familie wussten wir fast nichts, aber durch eine besonders liebevolle Behandlung wird es nicht so weit gekommen sein…

Einige Jahre später erfuhren wir, dass Giza im Alter von 11 Monaten von einem Freund der Familie, der versprach, sie zu betreuen, während die Familie eine kurze Reise antrat, sexuell missbraucht wurde. Vier Tage lang war sie diesem Martyrium ausgesetzt, als die Familie nach Hause kam, war ihre sonst so fröhliche und freundliche junge Hündin total verändert. Sie verkroch sich, hatte Angst vor allem und jedem – außer ihrem Frauchen – winselte viel und konnte tagelang den Kot nicht halten.

Noch heute ist es erschütternd zu sehen, wie viele Ängste Giza hat. Spricht man sie als Fremder an, zeigt sie starke Angst – und ist bereit, um ihr Leben zu kämpfen. Es macht traurig sich vorzustellen, was ein Hund erlebt haben muß, um in ein solches Verhalten zu kommen.

Im August 2007 fing Martina Laage an, mit ihr zu arbeiten, wodurch sich ihr Verhalten deutlich verbesserte. Im April 2009 habe ich (Clarissa v. Reinhardt) diese Arbeit übernommen und weitergeführt, so dass Giza noch mehr Vertrauen aufbauen konnte und inzwischen viele Situationen meistert, die früher undenkbar gewesen wären. Trotzdem wird Giza sicher immer ein Hund bleiben, der nur in sehr erfahrene Hände im Umgang mit Herdenschutzhunden und abwehrbereiten Hunden vermittelt werden könnte. Hat Giza aber erst einmal Vertrauen gefaßt, ist sie sehr fürsorglich und lieb und freut sich über jede freundliche Zuwendung.

  

Sie war die erste Bewohnerin unseres TierHeims und fühlte sich in ihrem Zimmer sehr wohl. Da klar war, dass Giza wahrscheinlich ihr ganzes Leben bei uns bleiben würde, suchten (und fanden) wir Paten für sie und wurde ihre Gefährtin, die sie täglich besuchte.

Anfang April 2010 haben wir mit Helfern eine Badestelle für Giza gebaut. Andere Hunde dürfen hier natürlich auch ins Wasser, aber Giza hat die Badestelle eingeweiht. Schaut mal:

       

Am 10. September 2013 haben wir diese schönen Fotos von Giza bei der Leckerchensuche gemacht:

     

Am 20. Juli 2014 haben wir diese schönen Fotos von Giza gemacht:

        

 

Im Winter 2017 entstand dieses schöne Foto von Giza:

Am 21. Januar 2019 ist dieses Foto von Giza entstanden. Sie ist in die Jahre gekommen und macht nur noch kleine Ausflüge, aber die genießt sie.

Als dieses Foto aufgenommen wurde, ahnte ich schon, dass es unser letzter kleiner Spaziergang sein würde, den wir da gerade unternahmen und genau so war es auch. Giza wurde schwächer, die Degenerative Myolopathie, an der sie erkrankt war, veränderte ihren Körper. Ihre Kraft ließ nach, die Beine rutschten ihr weg – sie ließ sich von all dem aber nicht beirren und ging tapfer vom Zimmer in den Hof oder in den Auslauf und wieder zurück, selbst wenn sie die ganze Hinterhand dabei hinter sich her schleifen musste. Manchmal mussten wir ihr auch auf helfen, doch dann lief sie wieder.

Aber am 01. März 2019 mussten wir sie schließlich gehen lassen, denn sie hatte kaum noch Kraft zu laufen und konnte Futter, das sie gefressen hatte, nicht mehr bei sich behalten. Sie war schwach, schlief viel, schien des Lebens müde. Ich hatte ihr immer versprochen, dass sie nicht würde leiden müssen wegen ihrer Krankheit und so war es an der Zeit, dieses Versprechen einzulösen. Da Giza sich vom Tierarzt nicht anfassen lassen würde, hat Michi sie gestreichelt, während ich ihr die Narkosespritze gab und erst, als sie tief und fest schlief, kam unser Tierarzt rein, um die letzte Spritze zu geben, die sie über die Regenbogenbrücke bringen würde. Am Abend bahrten wir sie mit einem Teil ihres Spielzeugs und 21 Kerzen um sie herum auf.

 

Eine besondere Bedeutung in ihrem Leben kam Aslan zu. Als der junge Kangalrüde 2017 zu uns kam, überlegten wir, ihn in einem anderen Tierheim unterzubringen, in dem er in einer Gruppe von HSH hätte leben können. Aber Aslan sagte, er wolle da nicht hin, er gehöre hierher und wolle deshalb auch nicht vermittelt werden. Giza sagte, er sei gekommen, um sie in ihrer Wächterposition über dass TierHeim abzulösen. Es war jahrelang ihre selbst gewählte Aufgabe gewesen, auf das TierHeimgelände aufzupassen und wir fühlten uns immer gut von ihr beschützt. Sie lief die Grundstückgrenzen ab, wachte an den Zäunen, wer sich näherte und wäre kompromisslos bereit gewesen, uns notfalls sogar mit ihrem Leben zu schützen, wenn es jemals Probleme gegeben hätte. In diese Aufgabe sollte nun der junge Aslan hineinwachsen, der sich offensichtlich auch ganz bewußt entschieden hatte, sie zu übernehmen.

Giza und er wohnten nebeneinander, hatten ein Gitterfenster in der Verbindungstür der beiden Zimmer, um sich zu sehen und Kontakt zu halten. Über die Monate konnten wir alle gut beobachten, wie sie ihm immer mehr Verantwortung übertrug und sich gleichzeitig mehr und mehr zurück zog. Sie sagte mir, er werde für mich da sein, wenn sie es nicht mehr sein könnte und ich wußte genau, was sie meinte. Zwischen Aslan und mir entstand eine ähnlich enge Bindung, wie zwischen ihr und mir – und ich war und bin so dankbar, dass er mir zur Seite gestellt wurde. Anders hätte ich den Schmerz über Giza`s Verlust kaum ertragen können.

Als sie tot war, noch bevor wir sie aufbahrten, machte ich die Zwischentür der beiden Zimmer auf und Aslan kam zum ersten Mal herüber, obwohl sie im Zimmer war. Zu Lebzeiten hätten wir sie nicht zusammen lassen können. Er schnüffelte an ihr, legte sich auf ihr Sofa und weigerte sich, das Zimmer wieder zu verlassen. Er sendete ganz klar die Botschaft: Ich übernehme ihre Aufgabe und auch ihr Zimmer, ich bin für beides bereit. Er schaute lange aus dem Fenster und als ich mich neben ihn auf das Sofa setzte, legte er seinen großen Kopf auf meinen (wenn wir nebeneinander sitzen, ist er größer als ich) und hielt für sicher zwei Minuten ganz still. Dann atmete er langsam aus und legte sich neben mich. Als nächstes holte er – der niemals mit irgendwelchen Stofftieren, Bällen oder ähnlichem spielte – meinen Lieblingsstoffhund aus Giza`s großer Spielzeugsammlung und warf ihn ein paar Mal übermütig im Zimmer herum. Dann legte er sich mit dem Stoffhund wieder hin und sah mich an. Wortloses Verstehen zwischen Giza, Aslan und mir.

Am 02. März 2019 haben Michi, Theresa, Karin, Lothar und ich Giza im Garten begraben. Sie liebte meinen Garten und ich habe ihr, wenn sie darin herumtobte, oft gesagt, dass hier ihre letzte Ruhestätte sein würde und das fand sie großartig. Sie wird immer bei mir sein und auch die anderen Mitarbeiter des TierHeims werden sie nie vergessen. Sie war ein großartiger Hund, der uns allen so viel beigebracht hat. Über schwierige Hunde und darüber, wann es Zeit ist zu kämpfen und wann man einfach lächelnd weiter geht. Über Kompromisslosigkeit, Loyalität, Dankbarkeit und Liebe.

 

 

 

Gandalf ist am 12. Oktober 2016 bei uns eingezogen. Er stammt ursprünglich aus Griechenland und wurde von dort durch angebliche Tierschützer nach Deutschland gebracht. Die Vermittlung war allerdings ziemlich chaotisch, denn er wechselte innerhalb weniger Wochen mehrmals die Pflegestellen, mal, weil die dort lebenden Hunde sich nicht mit ihm verstanden, mal, weil er ein passionierter Katzenjäger ist, der mit ernsthafter Tötungsabsicht auf sie los geht. In seinem neuen Zuhause sollte also keinesfalls eine Katze leben. Nach einigem Hin und Her überlegte man ernsthaft, Gandalf zurück nach Griechenland zu schicken, weshalb wir ihn aufnahmen, um das zu verhindern

Wir haben Gandalf als einen lieben und verschmusten Hund kennengelernt, der sowohl mit männlichen als auch weiblichen Artgenossen gut verträglich ist und gerne mit ihnen spielt. Er ist stubenrein, fährt gern im Auto mit, kann auch mal alleine bleiben und liebt Kinder.

Draußen an der Leine gab er sich zunächst eher unsicher  machten ihm Angst. Sein Jagdtrieb gegenüber Katzen wurde bereits erwähnt, aber Hühner, Pferde und Kühe interessieren ihn gar nicht. Auf Spaziergängen ist er ein angenehmer Begleiter. Er kann auch hohe Zäune überspringen bzw. überklettern, wenn er dort weg will, wo er eingesperrt wird, bei uns fühlt er sich aber wohl und bleibt daher im Hof oder Auslauf.

Im Winter 2017 sind während eines Ausfluges diese schönen Fotos von Gandalf auf dem zugefrorenen See entstanden:

 

Am 14. März 2018 ist unser lieber Gandalf gestorben. Für uns alle völlig unerwartet, denn obwohl er sich seit zwei Wochen mit einer atypischen Pneumonie herumschlug, war der Tierarzt ganz sicher, dass er wieder gesung wird. Andrea ließ ihn abends mit Lilly in den Auslauf, als er nach einiger Zeit wieder ins Zimmer gehen wollte, brach er torkelnd zusammen und starb. Wir alle sind sehr traurig und werden unseren Sozialarbeiter, der so vielen Hunden hier im TierHeim auf den Weg geholfen hat, sehr vermissen. Er bleibt unvergessen – für immer in unseren Herzen.

Chenook, Rosie, Ariella, Preciosa und Miki haben ihn auf seinem Weg nach drüben begleitet.        

         

 

 

Henry ist am 20. Januar 2013 bei uns eingezogen. Er stammt aus einem bulgarischen Tötungslager, in dem er drei Monate lang in einem dunklen Verlies ohne Fenster saß, in dem ihm die meiste Zeit nicht einmal das elektrische Licht eingeschaltet wurde. Es ist ein Wunder, dass er diese Tortur überhaupt überlebt hat. Tierschützer fanden ihn dort den ganzen Tag vor sich hin wimmernd und sorgten dafür, dass er zumindest mit mehreren anderen Hunden in einen Außenbereich gebracht wurde. Allerdings wurde er dort ziemlich gemobbt, weshalb er sich nur selten aus der Hütte traute, denn Henry versucht wirklich alles, um Ärger aus dem Weg zu gehen. Die Tierpfleger dort führten ihn ab und zu an einem Strick durch das Gehege.

 

Als Henry in der Tötung abgegeben wurde, war er ein bildschöner Hund mit glänzendem Fell. Nach einigen Monaten war er abgemagert, depressiv, voller Angst und Verzweiflung. Sein Fell wurde stumpf und er begann, sich mit stereotypem Lecken die Pfoten und Beine zu verletzen. Als er bei uns nach 40stündiger Fahrt ankam, war er völlig am Ende und hatte zusätzlich eine tiefe Schnittwunde an einer Pfote, die genäht werden musste. Außerdem wurde ein Meniskusschaden festgestellt, der aber hoffentlich ganz verheilen wird.

Henry ist gut verträglich mit Artgenossen und fährt gern im Auto mit. Er legt dann den Kopf auf die Schulter des Fahrers und schaut raus. Er geht sehr ordentlich an der Leine und freut sich über jede Zuwendung. Von den bulgarischen Kollegen wurde uns berichtet, dass er Angst vor Männern hat, weil er früher viel von Männern geschlagen wurde. Bei uns zeigt er diese Angst nicht, allerdings sind die mit uns zusammen arbeitenden Männer auch geschult im Umgang mit unsicheren Hunden.

 

Wir glauben, das Henry sich körperlich wieder vollständig erholen wird. Seine Seele hat jedoch so viele Wunden, dass er wohl nicht mehr vermittelt werden kann, denn wenn er große Angst bekommt, geht er bei unbekannten Personen auch nach vorne und beißt – was anhand seiner Geschichte verständlich ist, eine Vermittlung aber sehr erschwert. Wir suchen daher Paten für Henry, die seinen dauerhaften Aufenthalt bei uns ermöglichen. Er soll bei uns ein gutes Leben haben und erleben dürfen, dass es auch nette Menschen gibt, mit denen er glücklich werden kann.

 

 

 

Am 08. Dezember 2013 haben wir nette Fotos von Henry machen können, als er Leckerchen im Hof gesucht hat, die wir für ihn versteckt hatten:

Zu einem späteren Zeitpunkt wurden diese schönen Fotos von Henry im Sommer gemacht:

Und im anschließenden Herbst diese hier am Chiemsee:

 

Am 05. Ebruar 2018 ist Henry bei uns im TierHeim gestorben. Er hatte Knochenkrebs und seine Schmerzen wurden trotz der Medikamente zu groß. Wir wollten ihn nicht unnötig leiden lassen und haben ihn abends im Beisein seiner Menschenfreunde Michi, Eva und Rita unter den wachsamen Augen seiner Zimmernachbarin Giza eingeschläfert. Um 21.31 Uhr machte er seinen letzten Atemzug. Wir werden ihn sehr vermissen und niemals vergessen. Er war ein großartiger Lehrmeister und eine Bereicherung für unser TierHeim. In unserem Herzen lebt er weiter.

 

Arielle ist am 13. Juni 2017 bei uns eingezogen. Wir haben sie an diesem Tag gemeinsam mit zwei anderen Hündinnen von einem lichterloh brennenden Hof geholt, auf dem sie von den Haltern zurück gelassen wurde. Die Feuerwehrleute halfen, die Hündin, die direkt neben dem brennenden Gebäude an einer kurzen Kette hing, im letzten Moment zu retten, denn die Flammen waren schon sehr dicht an Arielle dran. Schon vor dem Brand führten die Tiere auf dem Hof kein schönes Leben und es kam immer wieder zu Anzeigen wegen der schlechten Haltungsbedingungen.

Aus dieser Zeit stammt auch das Foto, das Arielle an ihrer kurzen Kette zeigt, nicht fähig, weiter als 1,50 Meter von der Hütte wegzukommen, an der sie angebunden war, musste sie auch ihre Notdurft direkt beim Liegeplatz verrichten und alles war verkotet und stank nach Urin.

Am 13. Juni brannte der Hof, auf dem Arielle leben musste, vollständig ab und Michi befreite die noch immer angekettete Hündin von der Hauswand und brachte sie zusammen mit zwei weiteren Hunden zu uns. Als sie hier ankam, war sie stark unterernährt und ihr Fell war von Kot verklebt und verfilzt bis auf die Haut, weshalb wir sie komplett abscheren lassen mussten. Aufgrund des ständigen Hungers verteidigte sie ihr Futter, sogar ihren leeren Napf, gegen Mensch und Tier. Dieses Verhalten ist jedoch vollständig verschwunden, seit sie vernüntig ernährt wird und immer genug zu fressen hat. Sie frißt in aller Ruhe und verteidigt auch nicht mehr.

 

 

Arielle ist eine ganz sanfte, verschmuste Hündin, die sich über jede Streicheleinheit freut. Sie fährt gerne im Auto mit und läuft gut an der Leine. Sie ist sehr gut verträglich mit Artgenossen und kennt auch das Zusammenleben mit Katzen.

Am 24. August 2017 ist unsere liebe Ariella gestorben. Sie hatte am Tag zuvor eine Magendrehung, die sie leider trotz Operation nicht überlebt hat. Ihr fröhliches Lachen und ihr zärtliches Abschnüffeln des Gesichtes von Menschen, die sie kannte und mochte, werden uns für immer in Erinnerung bleiben. Wir vermissen sie sehr.

Bobo stammt aus einer ungarischen Auffangstation und ist am 17. Oktober 2012 bei uns eingezogen. Über sein Vorleben ist nichts bekannt. Anfangs ist er Menschen gegenüber ängstlich und zurückhaltend und meidet zunächst den Kontakt zu ihnen, doch nach ein paar Tagen gewöhnt er sich an die neue Kontaktperson und nimmt schon ab und zu mal ein Leckerchen. Man braucht aber etwas Geduld, um ihm näher zu kommen. Er ist jedoch absolut nicht aggressiv und möchte eigentlich gestreichelt werden… wenn da nur die Angst nicht wäre. Bobo versteht sich gut mit Artgenossen und wohnt bei uns im TierHeim mit Idefix, Bella und Armani zusammen, mit denen er tief verbunden ist und die ihm Sicherheit geben.

    

Bobo versteht sich gut mit Artgenossen und wohnt beiuns im TierHeim mit Idefix zusammen, mit dem er manchmal sogar in einem Körbchen liegt.

Wir suchen für Bobo Menschen mit Geduld und etwas Hundeerfahrung, die gern schon einen Hund oder auch mehrere Hunde haben dürfen, an denen er sich orientieren kann. Ein eingezäunter Garten wäre wichtig, da Bobo zur Zeit noch nicht an der Leine spazieren gehen kann.

Am 04. Januar 2017 ist Bobo gestorben. Es ging ihm in der Nacht zuvor zusehends schlechter, seine Temperatur ging trotz Fiebersenkern nicht auf unter 40,5 Grad runter und er war sehr matt. Gestern Abend war Michi lange bei ihm, er wollte nicht alleine sein. Immer, wenn Michi aus dem Zimmer gehen wollte, wurde er unruhig und versuchte aufzuspringen, was seine Kräfte aber nicht zuließen. Michi blieb deshalb die ganze Nacht neben ihm und streichelte ihn, so war er total ruhig und zufrieden. In dieser Nacht machte er Michi ein großes Geschenk. In den letzten Wochen hatte er begonnen, die Streicheleinheiten so richtig zu genießen und liebte es gekrault zu werden und in der vergangenen letzte Nacht pfötelte er das erste Mal um Michi aufzufordern weiter zu streicheln, als sie kurz aufhörte seinen Bauch zu kraulen. Er hatte keine Schmerzen, aber es war ganz deutlich zu spüren, dass für ihn der Zeitpunkt gekommen ist, seine letzte Reise anzutreten.

Heute Morgen kamen Frau Schatz und Dagmar, um sich von ihm zu verabschieden. Er freute sich riesig, die beiden nochmal zu sehen. Tagsüber wechselten sich Dani, Michi und Eva ab und blieben bei ihm, so dass er nie alleine war. Er wurde immer schwächer, war aber total ruhig und entspannt. Armani, Bella und Idefix merkten auch, dass der Zeitpunkt für den Abschied gekommen war und blieben die ganze Zeit in seiner Nähe. Abends um 19:00 Uhr kam unser Tierarzt um ihm seine Reise zu erleichtern. Damit Armani und Idefix sich nicht aufregten, spritzte Michi Bobo die Narkose und so konnten Bella, Armani und Idefix dabei sein als Bobo langsam einschlief. Auch Bine, Dani, Eva, Petra und Michi waren bei ihm. Als er tief und fest schlief, bekam er vom Tierarzt die Euthanasie.

Es fühlte sich an, als ob ein König nach Hause geht, ein Gesandter der Tiere zu uns Menschen im TierHeim. Bobo wird immer in unserer Erinnerung und in unseren Herzen bleiben. Nie werden wir seinen verschmitzten Gesichtsausdruck vergessen, wenn er es wieder Mal geschafft hatte, sich einen Karton aus dem Schränkchen im Hof zu klauen und zu zerfetzen, sein freudiges Flattern mit dem Unterkiefer zur Begrüßung oder sein Lachen, wenn er einfach nur im Hof lag und die Sonne genießen konnte.

 

Elfie ist am 22. April bei uns eingezogen. Sie lebte in Rumänien auf der Straße und wurde dort erschöpft von Tierschützern aufgefunden, die sie vor den gefürchteten Hundefängern bewahrten. Elfie ist einfach nur ein Schatz. Sie ist lieb und freundlich zu allem und jedem und freut sich über jedes nette Wort und über jede noch so kleine Aufmerksamkeit. Sie fährt ruhig im Auto mit, kann auch mal alleine bleiben und ist stubenrein.

   

 

Am 10. Juli 2015 ist Elfie gestorben. Ihre Leber hat versagt, wir mußten sie schweren Herzens einschläfern lassen. Sie war ein so liebenswerter Hund und es stimmt uns traurig, dass sie kein neues Zuhause mehr gefunden hat. Aber zumindest konnten wir uns in ihren letzten Lebenswochen um sie kümmern und sie hat Freundschaft mit Lanzelot und Toni geschlossen, die ihr Tod ziemlich mitgenommen hat. Wir werden Elfie nie vergessen.

 

Paul ist am 19. Februar 2011 bei uns eingezogen. Er wurde in Sarajevo auf der Straße aufgriffen und vorübergehend (wenige Tage) in einer Unterkunft untergebracht, bis er nach Deutschland zu einer Pflegestelle reisen konnte. Dort lebte er bei einer Dame, die mit ihm zunächst eine Hundeschule, in der er über Unterordnung und Leinenruck geführt wurde, besuchte – anschließend war sie bei Clarissa v. Reinhardt im Training. Schon bei der ersten Begegnung wurde sie von ihr darauf hingewiesen, dass der Hund keinen gesunden Eindruck macht und gebeten, einen Tierarzt aufzusuchen – was jedoch nicht passierte. Auch der zuständige Tierschutzverein wurde nicht darüber informiert, dass Paul gesundheitliche Probleme haben könnte. Nachdem sich Paul`s Verhalten nach drei (!) Trainingsstunden noch nicht verbessert hatte, fühlte sich das Pflegefrauchen so überfordert, dass Paul so schnell wie möglich weg sollte. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Verein, der zur Zeit keine Pflegestelle frei hatte und auch über kein eigenes TierHeim verfügt, zog Paul dann bei uns ein.

Schon am Tag seines Einzugs haben wir Paul nach Rücksprache mit unserer Tierklinik auf ein hoch dosiertes Schmerzmittel gesetzt und nach drei Tagen der Eingewöhnung und des Vertrauensaufbaus schließlich in der Klinik vorgestellt. Eine eingehende Untersuchung incl. Röntgen ergab, dass Paul seit ca. sechs Wochen zwei gebrochene Dornfortsätze hat und zusätzlich zwei ältere Brüche in der Rute! Er muß in den letzten Wochen unerträgliche Schmerzen gehabt haben! Genau in dieser Zeit wurde er aber auch kastriert und besuchte die Hundeschule, in der über Leinenruck und Einschüchterung gearbeitet wurde! Was für eine Tortur für den Rüden! Es ist zu vermuten, dass seine Unverträglichkeit mit Artgenossen zumindest zu einem wesentlichen Anteil aus den Schmerzen resultiert, die er hat(te). Paul muss in den nächsten Wochen viel geschont werden. Lange Spaziergänge, Sprünge jeglicher Art, das Tragen einer Halsung und hektische Bewegungen sind untersagt. Er bekommt Schmerzmittel und wird natürlich auch wegen Giardien, die er ebenfalls hat, behandelt. Unsere Tierärzte glauben, dass Paul bei entsprechender Schonung und med. Versorgung gute Chancen hat, wieder gesund zu werden.

Mit Katzen ist Paul übrigens nicht verträglich, über seine Verträglichkeit mit Artgenossen kann man erst nach seiner Gesundung eine realistische Einschätzung abgeben. Er ist sehr freundlich und verschmust gegenüber Menschen, kommt auch mit Kindern gut klar. Er fährt problemlos im Auto mit und kann bis zu vier Stunden alleine bleiben.

Wir suchen für ihn ein liebevolles Zuhause, in dem er sich von den Strapazen seines bisherigen Lebens erholen kann und das ihm einen lebenslänglichen Sofaplatz garantiert. Eine weiterführende Betreuung und Beratung durch uns und unsere Klinik wäre selbstverständlich.

Update vom 18. März 2011

Zusätzlich haben wir heute nach tierärztlicher Untersuchung erfahren, dass Paul nur noch eine Restsehkraft von ca. 10% hat, also nur noch sehr wenig sieht. Bei gutem Licht kann er noch Schatten und Umrisse erkennen, mehr wohl nicht. Paul hat dieses weitere körperliche Manko durch seinen Geruchs- und Gehörsinn gut ausgeglichen, wird aber bei Dämmerung und Dunkelheit etwas unsicherer und ist dann am liebsten in gewohntem Umfeld, wo er sehr gut zurecht kommt.

Wir sind fasziniert, mit wie viel Lebensmut Paul diese ganzen körperlichen Beeinträchtigungen und Strapazen erträgt und hoffen um so mehr, dass sich liebe Menschen für ihn finden.

Am 06. Juni 2011 haben wir schöne Fotos von Paul gemacht:

Update vom 01. August 2011

In der vergangenen Woche war Paul zur Kontrolluntersuchung. Seine Brüche sind verheilt. Seine Sehkraft ist aufgrund eines Gendefektes eingeschränkt, er ist also schon beinahe blind zur Welt gekommen. Wahrscheinlich hat er sich deshalb auch so gut an diesen Zustand adaptiert – er kennt es nicht anders und kommt gut zurecht. Lediglich starke Dämmerung und Dunkelheit macht ihm zu schaffen, er wird dann unsicherer und braucht mehr Zuspruch von seinen Menschen.

Sein Sozialverhalten gegenüber Artgenossen hat sich deutlich verbessert! Er kann inzwischen ruhig neben fast allen Hunden des TierHeims im Auslauf sein, selbst wenn ein anderer anfängt zu stänkern, geht er in der Regel einfach weg. Es ist selten geworden, dass er mal zurück pfeffert.

Im Umgang mit Menschen ist er wirklich ein Traumhund! Anhänglich, verschmust, freundlich und liebenswert.

Am 14. Januar 2012 ist Paul dann zu sehr netten Menschen vermittelt worden, die ihn aber leider sechs Wochen später wieder zu uns bringen mussten, da sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hat und er die Treppen zur Wohnung nicht mehr laufen kann. Der Abschied fiel sowohl ihm als auch seinen Haltern sehr schwer. Wir werden nun alles tun, um eine vernünftige Diagnose zu erhalten und ihm entsprechend dieser zu helfen. Bis auf weiteres wird Paul deshalb bei uns bleiben und wir wären für Spenden für seine Behandlung sehr dankbar. Wir möchten ihm helfen, haben aber als kleiner Verein kein großes Budget zur Verfügung, weshalb wir auf finanzielle dringend Unterstützung angewiesen sind.

 

Am 09. Juli 2015 ist unser lieber Paul über die Regenbogenbrücke gegangen. Sein Körper war voller Tumore und einfach erschöft von der langen Krankheit. Nachdem wir am Morgen glaubten, dass es ihm wieder besser ginge und die Schmerzmittel greifen würden, zeigte sich ab dem Nachmittag, dass es ihm zusehends schlechter ging. Am Abend kam dann unsere Tierärztin und hat Paul eingeschläfert, während Michi, Merit und ich bei ihm waren. Wir werden ihn sehr vermissen, den Dalmatiner mit den albernen Ideen, wenn er ein Spielzeug aus den anderen Zimmern gestohlen hat oder mit schnellen Sprints zur Futterküche sauste, weil er sich ein Leckerchen für sein Zimmer abholen wollte. Wir hoffen, es geht Dir gut auf der anderen Seite, lieber Paul! Wir vermissen Dich.

Aisha ist am 28. Januar 2015 bei uns eingezogen, da sich ihre Halter nicht mehr in der Lage sahen, für sie zu sorgen.

Sie ist eine sehr liebe, verschmuste und anhängliche Hündin, die auch mit Kindern super klar kommt. Aisha verträgt sich mit Artgenossen und auch mit Katzen im eigenen Haushalt, draußen würde sie Katzen (so weit sie es noch kann) verscheuchen. Auf Grund ihres Alters hat sie schwere Spondylosen und Arthrosen, die mit Schmerzmitteln behandelt werden, die sie auch lebenslänglich bekommen muss. Ihr Hörvermögen ist bereits etwas eingeschränkt, sie reagiert aber super auf Sichtzeichen, läuft prima an der Leine und zeigt sich bei ihren Spaziergängen sehr agil.

   

Wir suchen für Aisha ein Zuhause, wo sie ihren Lebensabend verbringen darf. Sie kann bei einer Einzelpersonen genauso gut leben wie bei einer Familie mit Kindern und auch weitere, freundliche Hunde im Haushalt wären kein Problem. Wir haben Aisha als eine Seele von Hund kennengelernt und suchen ebensolche Menschen für sie.

  

 

Aisha lebte leider nur wenige Wochen bei uns. Am 24. März 2015 mussten wir sie über die Regenbogenbrücke gehen lassen, weil sie einfach nicht mehr aufstehen konnte. Wir waren alle bei ihr als sie ruhig und friedlich eingeschlafen ist. Wir hatten das Gefühl, sie wußte, was kommt und war einverstanden damit, zu gehen. Wir alle waren in ihren letzten Stunden bei ihr und werden sie sehr vermissen.

Elmo ist am 13. Dezember 2014 bei uns eingezogen, da er wegen Erkrankung seines Halters nicht bei diesem bleiben konnte. Er ist ein kleiner, verschmuster Sonnenschein, der sich super mit Hunden, Katzen, Erwachsenen und Kindern versteht. Bei uns wohnt er mit Lanzelot und Toni in einem Zimmer, die sich rührend um ihn kümmern.

Geboren wurde Elmo auf einem Bauernhof bei Eggenfelden, als Letztgeborener des Wurfes. Viel zu früh wurde er von seiner Mutter im Alter von nur vier Wochen getrennt und in eine Familie vermittelt. Der Kleine war immer bei den Leuten, durfte mit zur Arbeit, wo er allerdings nicht zur Ruhe kam und man sich auch nicht ausreichend um ihn kümmern konnte. Deshalb ist Elmo noch nicht stubenrein und mag das Mitfahren im Auto auch nicht so gern. Im Fußraum des Beifahrersitzes geht es, obgleich Begeisterung anders aussieht.

Wir suchen für Elmo ein liebevolles Zuhause, gern auch bei anderen Tieren, wo er wirklich ankommen darf. Wer den liebenswerten kleinen Rüden kennenlernen möchte, wendet sich bitte an uns.

     

  

Am 22. Januar 2015 ist Elmo gestorben. Seit einigen Tagen ging es ihm immer schlechter, nachts wusste er manchmal kaum, wie er sich hinlegen sollte, so starke Schmerzen hatte er. In seiner letzten Nacht war Michi mehrere Stunden bei ihm und sagte, seine Augen seien so unendlich traurig gewesen. Wir alle hatten das Gefühl, dass er gehen wollte.

Wir sprachen mit unserer Tierärztin, die Elmo von Anfang an betreut hatte und auch sie empfahl schweren Herzens und nach langem Abwägen der Situation die Einschläferung. Es waren einfach zu viele Organe betroffen, Elmo hätte mind. zwei große Operationen vor sich gehabt, deren Ausgang mehr als fraglich gewesen wäre, weil schon unklar war, ob er überhaupt die Narkose und anschließende Medikamentengabe überleben würde. Schon eine ganz normale Impfung hatte er auf Grund seines Leberschadens nur knapp überlebt… Ein längerer stationärer Klinikaufenthalt, Operationen, Schmerzen und Einsamkeit mit nur wenig Hoffnung auf eine Besserung seines Zustandes und null Hoffnung auf Gesundung – das wollten wir dem lieben kleinen Kerl nicht zumuten.

Drei Tierkommunikatorinnen nahmen Kontakt mit Elmo auf, die alle unabhängig voneinander sagten, dass er diesen kranken Körper gern verlassen würde, dass sein Tod nur das Ende von Schmerz und Leid bedeuten würde und er dann endlich in die Leichtigkeit und das Licht gehen könnte.

Also haben wir uns am 21. Januar entschlossen, ihn gehen zu lassen. Um 14.00 Uhr kam unsere Tierärztin, um Elmo über die Regenbogenbrücke zu schicken. Michi, Silja, Sebastian, Merit, Alwine (die ihn zu uns gebracht hatte) und ich waren bei ihm – und Elmo lief regelrecht fröhlich von einem zum anderen und verteilte Küsschen. Die Situation war so „strange“, dass wir noch einmal überlegten, ob es wirklich an der Zeit sei, ihn einzuschläfern, oder ob wir vielleicht noch ein paar Tage warten sollten…? Da schickte Elmo mir ein Bild, wo er beerdigt werden wollte, ein ganz besonderer Ort unserer Familie, an dem auch Chenook, Bonnie, Elsa, Rosie und Franny beerdigt sind. Ich war erstaunt über seinen Wunsch, denn er kannte unsere Familie ja gar nicht und auch ich hatte nur wenig Kontakt zu ihm im TierHeim gehabt. Trotzdem versprach ich ihm, dass er dort liegen würde und da wurde Elmo ganz ruhig. Seine vorherige Aufgedrehtheit kam uns wie ein fröhliches Abschied nehmen vor. Wie auch immer… wir hatten alle das Gefühl, das Richtige zu tun und so hat ihn unsere Tierärztin um 14.26 Uhr eingeschläfert. Elmo lag auf Merit`s Schoß und ist ganz friedlich eingeschlafen – und dann passierte etwas Besonderes: Chenook zeigte sich. Er machte sich auf den Weg, um Elmo abzuholen. Ich weiß nicht, welche besondere Beziehung es zwischen den beiden gibt, aber es war vollkommen klar, dass der große Chenook den kleinen Elmo abholte. Er sagte lächelnd zu mir: „Er hätte auch „Little Big Man“ heißen können statt Elmo. Ich musste weinen, teilweise vor Erleichterung, offensichtlich das Richtige getan zu haben, teilweise weil ich so froh war, dass Elmo von Chenook abgeholt wurde und somit nicht allein war – und vor allem, weil mir wieder bewusst wurde, wie stark ich noch immer und für immer mit Chenook verbunden bin.

Doch es sollte noch mehr passieren, Elmo`s Geschichte war noch nicht zu Ende. Am Nachmittag des 22. Januar hob Lothar sein Grab aus, genau da, wo wir es ihm versprochen hatten. Wir legten seinen kleinen Körper in das Erdloch und ließen es zunächst noch offen, um am Abend in aller Ruhe und mit der nötigen Zeit, wirklich Abschied zu nehmen, zu beerdigen. Michi, Lothar und ich trafen uns am 20.00 Uhr, tranken zuerst noch einen Tee in unserer Küche und gingen dann zum Grab. Meine Hunde begleiteten uns und während alle anderen über die Wiese tollten, kam Winnetou mit zum Grab und schaute schnüffelnd und konzentriert hinein. Dann passierte es Unglaubliches, das niemand von uns bisher mit einem Hund erlebt hatte: Winnetou fing an, Elmo zu beerdigen! Er schubste mit der Schnauze die Erde von mehreren Seiten in das Grab und hörte nicht eher auf damit, bis Elmo`s kleiner Körper vollständig mit Erde bedeckt war. Dann trat er einen Schritt zurück an meine Seite und schaute mich an. Wir waren alle gebannt von dem, was das gerade passiert war, hatten Gänsehaut, waren den Tränen nahe. Ich streichelte Winnetou, redete ihm gut zu und schließlich schaufelten Lothar, Michi und ich die restliche Erde ins Grab, bis es wirklich zu war. Es war eine ganz besondere Situation, unbeschreiblich…

Elmo hat in seinem kurzen Leben viele Menschen auf ganz unterschiedliche Art und Weise sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Er wollte bei uns beerdigt werden, wurde von Chenook auf die andere Seite begleitet und von Winnetou beerdigt. Auch für mich hatte er eine besondere Botschaft. Achtsam zu sein. Noch viel achtsamer als bisher für die Zeichen um uns herum. Seinen Namen Little Big Man trägt er zu recht. Wir werden ihn nie vergessen

 

Lifrase war zunächst im Springsport in Italien eingesetzt. Nach Jahren zwischen Stall, Hänger und Turnier war er schließlich körperlich so ausgelaugt und krank, dass er für den Sport nicht mehr taugte. Für die meisten Pferde bedeutet dies nach wie vor das Todesurteil, so auch für ihn. Er wurde an einen Händler verkauft, der die Tiere nach Argentinien verschiffte – werden sie dort geschlachtet und zu „argentinischen Spezialitäten“ verarbeitet, die dann wieder in alle Welt exportiert werden, ist für das einzelne Tier ein höherer Schlachtpreis zu erzielen. Zunächst aber schien es so, als hätte er Glück. Eine italienische Tierschützerin sah ihn am Hafen kurz vor dem Verladen und kaufte ihn frei. Sie nahm ihn mit auf ihren Gnadenhof, wo er den Erzählungen nach gut behandelt wurde.

Dann aber „verliebte“ sich ein deutsches Mädchen, das ihren Urlaub in der Nähe verbrachte, in ihn und weil die Tierschützerin glaubte, Lifrase damit etwas Gutes zu tun, verschenkte sie ihn an sie. Doch leider behandelte sie ihn alles andere als liebevoll. Ihr ganzer Ehrgeiz bestand darin, aus dem ehemaligen Springpferd noch eine Leistung herauszuholen, mit der sie vor ihren Freunden angeben konnte. Durch die ständige Überforderung, denn schon damals galt Lifrase ja als gehandicapt, kam es zu immer mehr körperlichen Problemen. Auf Drängen von anderen Einstellern des Stalls wurde nach Monaten endlich ein Tierarzt geholt, der Lifrase gründlich untersuchte, denn er hatte offensichtlich starke Rückenschmerzen und die Sehnen der Läufe, insbesondere vorne, bestanden weitgehend aus Vernarbungen. Der Tierarzt riet zu sehr vorsichtigem Vorwärts- Abwärtsreiten, um durch das Gymnastizieren die Rückenmuskulatur zu stärken. Er solle geschont und liebevoll umsorgt werden.

Die junge Besitzerin vernahm`s und scherte sich in keiner Weise um die Empfehlungen. Statt dessen ließ sie Lifrase weiterhin über bis zu 1,60m (!) hohe Hürden springen und beim Reiten auf dem Sandplatz auf den Hinterläufen steigen, während sie auf seinem Sattel sitzend Beifall ihrer johlenden Teenagerfreunde einheimste. Es war furchtbar… aber damit nicht genug. Sie unternahm lange Ausritte, während derer sie ihn mit Kandare, Peitsche und kurz gehaltenem Zügel zum Galopp zwang, oftmals kam Lifrase vor Schmerzen zitternd zurück zum Stall. Die informierten Eltern glaubten den anderen Reitern nicht, dass ihr liebes Kind zu solchen Untaten fähig sei und unternahmen – gar nichts.

An einem heißen Sommertag schließlich überspannte die inzwischen 16jährige den Bogen derart, dass Lifrase bei einem zu schnellen Umlaufen einer Kurve stürzte und sich einen der vorderen Läufe schwer verletzte. Eine große Fleischwunde klaffte bis auf den Knochen, das Blut lief über den Huf – Lifrase wurde trotzdem zum Stall zurück geritten! Das Mädchen hatte nicht einmal den Anstand, ihn zu führen, sondern saß auf ihm und meinte, für ihn sei es kein Unterschied, ob er mit oder ohne sie auf dem Rücken zum Stall zurück müsste. Sprach`s, sattelte ihn ab und stellte ihn ohne einen Tierarzt zu rufen, so wie er war auf die Weide und fuhr zu ihrem Freund. Andere Einsteller des Stalls riefen den Tierarzt und sie waren es auch weitgehend, die in den nächsten Tagen und Wochen seine Wunde auswuschen und ihn versorgten. Das einzig Gute an Lifrases inzwischen desolaten Zustand war, dass das Mädchen das Interesse an ihm endgültig verlor, zu einer Freundin sogar sagte, sie bereue, dieses dämliche Pferd jemals genommen zu haben.

Wir kauften Lifrase im Sommer 2004 zum Schlachtpreis frei. Er ist ein sehr großes und ebenso sensibles Pferd, auch heute noch oft geplagt von Ängsten, wenn sich zum Beispiel menschliche Hände zu schnell in Richtung seines Kopfes annähern. Viel zu oft hatte er die Erfahrung machen müssen, dass das nichts Gutes bedeutet.

Er kommt nach zahlreichen Behandlungen, unter anderem über Monate mit Magnetfeldtherapie, ohne Schmerzmittel aus und ist unumstrittener Chef der Herde.

Der wichtigste Mensch in seinem Leben ist Kerstin und sein bester Freund ist Gowinda. Während diese Zeilen geschrieben werden, spielen die beiden Pferde bei Sonnenuntergang auf der Weide, necken sich gegenseitig und knabbern einander die Mähne. Wir haben ihm versprochen, dass es bis zu seinem Tod nie wieder anders sein wird. Deshalb suchen wir nach Menschen, die mit einer Patenschaft dazu beitragen, dass er noch viele Abende unter den großen Bäumen auf der Weide steht…

 

 

 

 

 

 

Am 04. Oktober 2014 ist Lifrase gestorben. Er hatte sich in der Nacht zuvor bei einem Sturz die Hüfte angebrochen und konnte keinen Schritt mehr weiter… im wahrsten Sinne des Wortes. Irgendwie hatte er es sogar geschafft, trotz der starken Schmerzen noch einmal auf die Beine zu kommen, als wir ihn morgens fanden, stand er aufrecht da. Typisch Lifrase – immer erhobenen Hauptes, egal, wie widrig die Umstände in seinem Leben waren.

Lifrase, wir werden Dich nie vergessen. Du warst und bist großartig! Wir alle vermissen Dich – besonders Dein treuer Freund Gowinda – und diese schönen Fotos von Dir bleiben uns als Erinnerung.

 

 

 

Orsa wurde als sehr junger Welpe von einer Familie adoptiert, die sie behielt, bis sie im November 2009 bei uns einzog. Der Grund für die Abgabe waren drei Beißvorfälle innerhalb der Familie. Es wurden mehrere Hundeschulen besucht, von denen zumindest von einer zu sagen ist, dass die dort angewendeten groben „Trainings“methoden den Hund eher noch mehr verunsichert haben, als das sie irgendwie halfen. Durch ein anderes Training verbesserte sich Orsa`s Verhalten nachhaltig, es kam aber noch einmal zu einem Beißvorfall, der lt. Trainerin und behandelndem Tierarzt eindeutig den starken Schmerzen zuzuordnen war, die Orsa damals hatte, denn Orsa hat Hüftgelenksdysplasie und hatte die notwendigen Schmerzmittel über einen längeren Zeitraum nicht bekommen, wweil die Halter sie einfach abgesetzt hatten. Sie waren der Meinung, Orsa brauche sie nicht mehr. Wie dem auch sei: Obwohl die Trainerin und der Tierazt empfahlen, den Hund zu behalten, weil bei gewissenhafter Medikamentengabe keine weiteren Beißvorfälle zu erwarten wären, entschloß sich die Familie, Orsa abzugeben. Wichtig zu wissen ist noch, dass Orsa innerhalb dieser Familie von Männern geschlagen worden war, was sicher ebenfalls zu ihrem Abwehrverhalten beigetragen hat. Das geschah, als Orsa etwa zwei Jahre alt war. Nach einem eingehenden Gespräch bedauerten beide Männer ihr Verhalten und es kam auch zu keinen weiteren Übergriffen auf den Hund.

  

Nun sitzt Orsa bei uns im TierHeim und versteht die Welt nicht mehr. Sie ist sehr anhänglich und litt deshalb anfangs sehr unter der Trennung von ihren ehemaligen Haltern. Wir suchen für sie ein Zuhause bei erfahrenen Hundehaltern, die unbedingt ebenerdig wohnen sollten. Uns gegenüber ist Orsa verträglich, Fremden gegenüber ist sie rassetypisch zunächst zurückhaltend und möchte erst angefasst werden, wenn sie Vertrauen gefaßt hat.

  

Sie versucht mit allen Mitteln, Streit mit Artgenossen aus dem Weg zu gehen. Sind zum Beispiel ihr unbekannte Hunde im Hof, geht sie gar nicht erst raus. Mit Rüden ist sie gut verträglich, bei Hündinnen entscheidet die Sympathie. Bis sie bei uns abgegeben wurde, ging sie regelmäßig mit anderen Hunde spazieren. Orsa hat viel durchgemacht und wartet nun auf ihre Chance auf ein glückliches Leben in einem liebevollen Zuhause.

Orsa ist nun schon lange bei uns und hat sich gut eingelebt. Wir versuchen, ihr so viel Abwechslung wie möglich zu bieten, zum Beispiel, indem wir jeden Tag einen kleinen Spaziergang mit ihr machen und/ oder viel mit ihr kuscheln. Diese Fotos sind im Februar 2013 entstanden und zeigen, wie wohl sie sich im Schnee fühlt.

   

Am 04. Juli 2014 ist Orsa völlig unerwartet gestorben. In den letzten 2 Tagen ging es ihr nicht gut, weshalb Michi mit ihr zum Tierarzt gefahren ist. Dort wurde festgestellt, dass sie Krebs im Endstadium hat und so haben wir sie aus der Narkose, die sie für die medizinische Abklärung bekommen hatte, nicht mehr aufwachen lassen.

Orsa wird uns fehlen. Ihre Fröhlichkeit, wenn sie merkte, dass es los geht zum Gassigehen und ihre Begeisterung, wenn wir mit etwas Leckerem zu ihr kamen bleiben unvergessen. Dann strahlten ihre Augen und die Rute wedelte unaufhörlich. War sie im Auslauf, wenn wir zur Eingangstür herein kamen, machte sie mit einem Bellen auf sich aufmerksam, bis man sie ansprach – dann freute sie sich und wartete geduldig, bis man zu ihr an den Zaun kam um mit ihr zu sprechen und ihr ein Leckerchen zu geben.

Orsa, wir werden Dich nie vergessen und sind sicher, dass Du im Hundeparadies bist, wo es Knochen vom Himmel regnet und Du Dich endlos lange im Gras wälzen kannst.